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Rassismus in Afrika

Sonntag, 25. Mai 2008 6.538 mal angesehen 6 Kommentare

Rassismus in AfrikaIn der Schweiz schämen sich die sogenannt „politisch Korrekten“ der CVP, der FDP, der SP und der Grünen über Leute, die sich über Ausländerkriminalität beschweren bzw. auf dem Rütli „mutmassliche“ Landesverräter ausbuhen, welche die Schweiz möglicherweise an die EU verraten wollen.

Doch abgesehen davon, dass Beschwerden in Bezug auf die Ausländerkriminalität in der Schweiz statistisch gesehen durchaus berechtigt sind (siehe: Strafurteilsstatistik, Überblick, 2006 vom BfS der zufolge 49% der 2006 in der Schweiz Verurteilen Ausländer waren. Dies bei einem Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung von 20,7%!!!) geht es gerade was Rassismus und Fremdenfeindlichkeit anbelangt in anderen Ländern oft ganz anderst zu als bei uns in der Schweiz.

Beispielsweise in afrikanischen Ländern!

So erinnern sich sicher noch einige von uns an den rassistisch motivierten Bürgerkrieg in Ruanda, dem eine grosse Anzahl Menschen zum Opfer gefallen ist. Bei diesem Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden in den 1990er Jahren sogar noch Leute, die in den Kirchen, also in Gotteshäusern, Zuflucht gesucht hatten erschlagen!

Dann erinnern sich sicherlich noch viele an die teilweise religiös-rassistisch motivierten Kämpfe im Sudan oder die rassistisch motivierte Enteignung weisser Siedler in Simbabwe. Mugabe liess damals die Farmen weisser Siedler enteignen um diese an seine Verwandten und Bekannten zu verteilen. Die weissen Siedler wurden vertrieben bzw. einige von ihnen wurden ermordet. Infolge geriet Simbabwe in eine Wirtschaftskrise.

Aktuell wird Südafrika von rassistisch motivierten Unruhen erschüttert!

Bei ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika sind nach einer ersten Polizeibilanz innerhalb einer Woche mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte weitere wurden verletzt. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden seit Beginn der Ausschreitungen im Grossraum Johannesburg mehr als 200 Personen festgenommen.

Im Armenviertel Jerusalem wurden die Beamten mit scharfer Munition beschossen, als sie rund 500 Menschen daran hindern wollten, Geschäfte von Ausländern zu plündern.

Augenzeugen berichteten von grausamen Szenen, die sich am Vorabend im Stadtzentrum von Johannesburg abgespielt hätten. Bewaffnete Banden durchkämmten demnach ganze Hochhäuser auf der Suche nach Ausländern und warfen Frauen aus den Fenstern in die Tiefe.

Ein Mann verbrannte bei lebendigem Leibe, nachdem ihn eine johlende Menschenmenge auf eine Matratze gebunden und angezündet hatte.

Quelle

Offenbar sind selbst ehemals rassistisch Unterdrückte wie die Schwarzen in Südafrika, welche jahrzehntelang wenn nicht sogar jahrhundertelang unterdrückt wurden (zuletzt durch die Apartheid) nicht vor Rassismus gefeit.

Erstaunlich, dass die UNO bzw. die NGO’s, welche sich als Hüter der Menschenrechte betrachten bisher noch nicht mit Nachdruck aktiv geworden. Wichtiger scheint es diesen Organisationen zu sein, dass die europäische Menschenrechtskommission die Schweiz wegen angeblich menschenrechtswidrigem Verhalten rügt, weil diese einen kriminellen Türken, der eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellte, in Türkei zurückgeschickt hat.

6 Kommentare »

  • Thommen schrieb:
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    Indem mann auf den Rassismus der „Anderen“ zeigt, rechtfertigt das niemals den eigenen Rassismus!
    Rassismus ist immer nur das Symptom eines anderen Problems, das versteckt werden soll! Egal wo auf der Welt!

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Die Frage, die sich mir stellt ist einfach inwiefern Länder wie Südafrika im Rahmen ihrer Tätigkeit in der UNO-Menschenrechtskommission die Schweiz wegen angeblicher Verletzungen der Menschenrechte wie z.B. der angeblichen Diskriminierung der Frau sowie der angeblich zunehmenden Diskriminierung von Ausländern kritisieren können.

    Meiner Ansicht nach sollen die Vertreter dieser Länder im UNO-Menschenrechtsrat lieber einmal den kilometerdicken Dreck vor der Haustüre ihrer eigenen Länder wegwischen ehe sie mit dem Finger auf die Schweiz zeigen.

  • mousseman schrieb:
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    Wo ist eigentlich Doudou Diène geblieben? Ist es in Südafrika zu warm oder zu kalt?

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Der Senegalese Doudou Diène, kritisiert offenbar, vermutlich auf Wunsch der Schweizer NGO’s und unserer Aussenministerin, lieber die Schweiz als die zum Himmel schreienden gravierenden und grausamen Menschenrechtsverletzungen, welche in zahlreichen afrikanischen Staaten tagtäglich verübt werden.

    Doudou Diène

    So attestierte er der Schweiz Probleme mit Rassimus und Diskriminierung. Sorgen bereitet ihm angeblich vorallem, dass Rassismus in der Schweiz zunehmend verharmlost würde und zwar selbst in der Politik. Als besonders besorgniserregend sei Ihm das Niveau von physischer Gewalt und verbalem Rassismus bei der Polizei aufgefallen. Gefangene, besonders schwarzafrikanischer Herkunft würden zum Teil unhaltbar diskriminiert…blablabla. Der sollte besser in Afrika nach dem Rechten schauen, die haben wesentlich gravierendere Probleme.

  • Marc schrieb:
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    Wenn in anderen Ländern Blogger die jemandem nicht passen „verschwinden“ sollen wir das hier auch einführen ?

    ich verstehe nicht wieso die Rechten immer wieder auf andere Länder zeigen wo sie doch sooo stolz auf die Schweiz sind.

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Marc, ich verstehe nicht weshalb du hier einen Beitrag schreibst wenn du das Thema nicht begriffen hast.

    Der Senegalese Doudou Dìene kritisiert die Schweiz wegen Rassismus und Diskriminierung. Auch die UN-Menschenrechtskommission tut dies. In der UN-Menschenrechtskommission sitzen u.a. Vertreter aus Südafrika.

    Meine Aussage lautet: Bevor Diène den Spiess aus dem Auge der Schweiz ziehen will, sollte er vorher den Balken aus den Augen diverser afrikanischer Staaten ziehen, welche tagtäglich die Menschenrechte mit beiden Füssen heftig treten. Oder anderst ausgedrückt, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

    Die UNO und ihre Räte kann ich jedenfalls nicht ernst nehmen. In die Schweiz schicken sie Leute wie Diène, welche unser Land öffentlich wegen Rassismus und Diskriminierung und Verstössen gegen die Menschenrechte anprangern, gleichzeitig geschehen in ihren eigenen Ländern gröbste Menschenrechtsverletzungen. Auch gegen die Menschenrechtsverletzungen der VETO-GROSSMAECHTE USA, RUSSLAND und CHINA wird nichts unternommen (geht nämlich nicht) stattdessen beschränkt man sich darauf die Schweiz wegen Schäfchenplakaten usw. zu kritisieren.

    Diese Leute machen die UNO unglaubwürdig. Die Kleinen fängt man und die Grossen lässt man laufen. Will heissen die Schweiz kritisiert man wegen dem Schäfchenplakat und die USA lässt man im Irak, in Afghanistan und Guantanamo sanktionslos gewähren. Auch gegen Russland (Tschetschenien) und China (Tibet) unternimmt man nichts.