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Durban II

Samstag, 18. April 2009 13.014 mal angesehen 4 Kommentare

IslamistinIn der kommenden Woche findet in Genf die fragwürdige UNO-Rassismuskonferenz, Durban II genannt, statt. Die USA, Kanada, Italien und Israel haben ihre Teilnahme abgesagt. Ob abgesehen von Italien noch andere EU-Staaten der Konferenz fernbleiben ist noch ungewiss. Wie ich unseren Bundesrat einschätze wird die Schweiz an der Konferenz teilnehmen.

Weshalb die USA, Kanada, Israel und Italien ihre Teilnahme abgesagt haben:
Bei der 1. Konferenz im südafrikanischen Durban wurde die UNO-Rassismuskonferenz im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten von islamischen Staaten missbraucht und in ein Sondertribunal gegen Israel umfunktioniert. Die Vertreter islamischer Staaten wollten Israel eine rassistische Politik unterstellen. Doch damit nicht genug! In Anlehnung auf die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen wollten dieselben Vertreter durchsetzen, dass man Islamkritik als Rassismus bewertet.

Dies stiess auf den Widerstand zivilisierter westlicher Staaten, welche völlig zu Recht die Medien- und Pressefreiheit sowie die Meinungsäusserungsfreiheit in Gefahr sahen. Nach längerem Streitgespräch verliessen damals die Delegationen der USA und von Israel die Konferenz.

Nach verlassen dieser Delegationen kamen Forderungen afrikanischer Staaten auf, die eine Entschuldigung westlicher Kolonialmächte für den Sklavenhandel forderten und die Frage aufwarfen ob dafür nicht Reparationszahlungen zu entrichten seien. Dabei stand natürlich die Geldfrage im Vordergrund. Nicht diskutiert wurde hingegen die Tatsache, dass es vielen afrikanischen Ländern unter der Kolonialzeit besser ging als unter den korrupten Diktaturen und den teilweise bürgerkriegsähnlichen Zuständen (Kongo, Sudan, Ruanda usw.) von heute. Auch nicht erwähnt wurden die zahlreichen Schuldenerlasse, die der Westen den Drittweltländern bereits zuteil werden liess. Abgesehen davon, an wen müssten denn die Entschädigungsgelder gezahlt werden? An die längst verstorbenen Sklaven? An die UNO? Oder an geldgierige und korrupte Staatschefs diverser afrikanischer Bananenrepubliken? Und wer müsste wieviel zahlen? Sollte sich die Schweiz, welche am Skalvenhandel nicht beteiligt war, im Rahmen des selbstlosen Gutmenschentums, trotz grosszügiger Entwicklungshilfe auch an allfälligen Zahlungen beteiligen sofern es zu welchen käme?

Um die westlichen Staaten, welche die Teilnahme abgesagt haben oder aber noch zögern teilzunehmen dennoch für die Teilnahme an dieser Anti-Rassimuskonferenz zu bewegen, was für die Legitimation dieser teuren Alibiveranstaltung wichtig wäre, wurden Vorverhandlungen über die Streichung einiger umstrittener Textpassagen wie jenen, dass Islamkritik mit Rassismuss gleichzusetzen ist vereinbart. Ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch muss diese Konferenz mit äusserster Zurückhaltung betrachtet werden. Zahlreiche Delegierte stammen aus Staaten, welche weder die Menschenrechte einhalten noch für die Einhaltung der Würde der Frau garantieren können. Es geht um grosse Weltpolitik bei der oft grossspurig über die Interessen der Betroffenen Völker hinwegentschieden wird.

Aber wer weiss vielleicht gibt es ja noch Hoffnung und es wird anstatt über Mohammed-Karitkaturen und SVP-Schäfchenplakate einmal über Rassismus in Afrika, das indische Kastensystem oder die Diskriminierung von Anderstgläubigen in islamischen Ländern diskutiert.

4 Kommentare »

  • Annubis schrieb:
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    du siehst anscheinend immernoch das gute im menschen. in meiner zynischen art und weise habe ich das schon längst aufgegeben – ich sehe nur das schlechte und so kann ich nur positiv überrascht werden – das versaut einem wenigstens nicht der tag.

    durban II wird genauso eine blablakonferenz werden wie die ursprüngliche durbankonferenz.
    da ist und bleibt das thema nr 1 israel gefolgt von einer diskussion über ein weltweites verbot mit todesstrafe wenn man den islam kritisiert.

    aber wie sagte so schön ein deutscher politiker „wir müssen das aushalten“…

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Wie ich soeben erfahren habe nimmt die Schweiz wie vermutet an der Konferenz teil. Die Linken und Netten sind auch schon wieder in ihrem Element. In Genf sollen rund 700 Leute gegen Rassismus demonstriert haben.

    Damit man mich hier nicht falsch versteht, ich halte nichts von Rassismus. Allerdings halte ich auch nichts von einem Gremium, welches aus fragwürdigen Teilnehmern besteht und meint Islamkritiker in den gleichen Topf wie Rassisten werfen zu müssen um so von vorne herein jegliche Islamkritik sogleich im Keim ersticken zu können.

  • Annubis schrieb:
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    ja die schweiz ist dabei und heute hat sogar der BR Merz den iranischen präsidenten getroffen.

    nun haben wir def unsere neutralität verloren und sind zu einem kalifat geworden. von nun an müssen wir wohl die klappe halten wenn man uns beschimpft – den recht haben die anderen…

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Im Header habe ich Fotos unserer Bundesräte. Die Aussenministerin ist bereits passend gekleidet. Das unterwürfige Anpassertum unseres Bundesrates geht definitiv zuweit. Aber es geht natürlich auch um Gas bzw. Erdgas. SP-Frau Calmy ist für den Abschluss des Gas-Deals zwischen der der AXPO-Tochter EGL und dem Iran extra in den Iran gereist um den Holocaust-Leugner Achmedineschat zu besuchen. (Quelle) Für sowas ist die natürlich sogar bereit ein Kopftuch zu tragen.