Startseite » Fokus, Schweiz

Wie dumm ist der Schweizer Autofahrer?

Donnerstag, 14. August 2008 5.997 mal angesehen 4 Kommentare

Als ich heute auf der Webseite von 20Minuten den Artikel von Adrian Müller mit dem Titel „Tausende rasen blind durch Schweizer Tunnels“ (Quelle) las, musste ich mir ernsthaft an den Kopf fassen.

Folgende Zeilen sind mir dabei besonders aufgefallen:

Zitat:
Im Blindflug in die Tunnelwand: Weil die Windschutzscheiben innert Sekunden beschlugen, kam es vergangene Woche auf der A4 bei Brunnen zu schweren Verkehrsunfällen.

Zitat:
Die Luft im Tunnel ist wärmer als die Windschutzscheibe, deshalb beschlägt sie. Das Phänomen tritt besonders in längeren Tunnels mit Gegenverkehr auf…

Zitat:
Verhängnisvoll ist der Effekt deshalb, weil er viele Autofahrer auf dem falschen Fuss erwischt. Die Lenker kommen nicht auf die Idee, die Scheibenwischer einzuschalten.

Zitat:
Laut Thomas Rohrbach, Sprecher des Bundesamtes für Strassen ASTRA, tritt das Beschlagen der Frontscheiben in der Schweiz in 20 Tunnels regelmässig auf. «Der unerwartete Beschlag von Frontscheiben stellt ein äusserst relevantes Sicherheitsproblem dar.

Zitat:
Nun will der Bund handeln. Das ASTRA denkt dabei an Warnlampen und -schilder, welche Autofahrer bei der Tunneleinfahrt auf die Gefahr hinweisen sollen. Zusätzlich sollen die Fahrzeuglenker entsprechend informiert und geschult werden.

Für wie blöd hält das Astra von Bundesrat Leuenberger uns Autofahrer eigentlich?

1. Scheiben beschlagen nicht (wie im Artikel von Adrian Müller suggeriert) so schnell, dass man nicht mehr reagieren könnte. Jedem vorausschauend fahrenden Lenker bleibt immer genügend Bedenkzeit um die richtige Gegenmassnahmen zu treffen. (Ich fahre seit 14 Jahren täglich bei jeder Witterung und spreche aus Erfahrung)

2. sollte eigentlich jeder durchschnittlich intelligente Mensch wissen, dass man bei Scheiben die von Aussen beschlagen sind den Scheibenwischer und bei Scheiben, die von innen beschlagen sind das Gebläse einsetzt.

Der grösste Unsinn ist ja noch, dass das Astra anscheinend auch noch vor hat die Automobilisten wegen diesem Seich zu schulen. Wieviele hundert Franken soll dieses verordnete Kürsli für CH-Autolenker diesmal wieder kosten?

Lieber Adrian Müller von 20Minuten, dank den rassistischen Autohasser-Anti-Balkan-Raser Kampagnen der Einfaltsmedien gehört unser Land bereits zu jenen Staaten, die sich durch ihre langsamen Autofahrer auszeichnen. Dazu haben eure Schmieren-Kampagnen mit Testimonials wie TJ Tantana (die vermutlich selber gar nicht Auto fährt) beigetragen. Was wollt ihr eigentlich noch mehr?

Ich habe den Verdacht, dass Linksgrüne mit Verboten, Gesetzen und neuen Verordnungen das Autofahren derart verteuern wollen, dass sich infolge nur noch reiche Bürger das Autofahren leisten können.

Erkennbar ist diese künstliche Verteuerungsstrategie der Linksgrünen bereits durch die Vorstösse des VCS, welcher sich vehement dafür einsetzt, dass auf Parkplätzen von Einkaufszentren Parkgebüren von den Kunden erhoben werden (obschon das die Besitzer der Einkaufszentren gar nicht wollen! Sie werden mit Einsprachedrohungen gegen Baugesuche erpresst) und dass in den Städten Parkplatzlimiten eingeführt werden. 

Was bezwecken die Linksgrünen damit?
Wenn nur noch Reiche fahren können, weil überall Gebühren erhoben und unter dem Vorwand der Sicherheit für jeden Tubeliseich ein Kürsli bzw. alle 10 Jahre ein Wiederholungskürsli angesetzt wird, diskriminiert man zwar die Armen aber dafür schont man ein winzigkleinwenig (das heisst eigentlich gar nicht) die Umwelt.

Daher weht meiner Auffassung nach der Wind. Am Ende dürfen wir uns dann aus dem Munde der Genossen folgende zynischen Worte anhören: „Tja, Autofahren ist halt nicht billig.“

4 Kommentare »

  • tin schrieb:
    avatar

    Der konstruierte und völlig überspannte Bogen von der Gefahr der aussen beschlagenen Scheiben hin zu den Autohassern und Grünen ist mehr als gesucht. Es geht ja kaum um „Schulung“ – sondern einfach nur, darauf aufmerksam zu machen – und was dabei so schlimm sein soll, wissen nur Sie.

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
    avatar

    Mit Verlaub, die Idee mit der Schulung stammt vom Astra. Offensichtlich beschäftigt Leuenberger dort ein paar übereifrige Spinner, denn wegen beschlagener Scheiben muss man sicher keine Ausbildungskurse besuchen.

    Was beschlagene Scheiben angeht, davon geht nun wirklich keine Gefahr aus, zumindest solange man an seinem Auto Scheibenwischer hat und weiss wie man diese bedient. Wer das nicht weiss (Schönwetter-Sonntagsfahrer und Car-Sharing-Fans), setzt sich und andere auch bei Regen einer Gefahr aus wenn er trotzdem fährt. 😉

    Damit du den Bogen zwischen übereifrigem völlig deplaziertem Umweltschutzfanatismus hin zu übereifrigem Sicherheitswahn hinkriegst hier noch einmal ein paar Hinweise von mir zu diesem Thema. (Es ist zwar ein bisschen brainstorm-mässig aber es ist schon spät und ich bin müde, habe vergangene Nacht nur 4 Stunden geschlafen)

    Einst reduzierte man wegen völlig aufgebauschter Kampagnen über das Waldsterben in der ganzen Schweiz die Tempolimiten (Autobahnen: von 130 auf 120, Landstrassen von 100 auf 80 und innerorts von 70 auf 50) und dann als sich herausstellte, dass die Temporeduktionen nichts nützen suchten die Linksgrünen einfach einen anderen Grund um die Tempoerhöhung zu verhindern. (Hintergrundinfo) Sie fanden den Grund bei der Verkehrssicherheit. Unter dem Vorwand der Nulltoleranzpolitik vom linken Bundesrat Leuenberger wurde diese Politik rigoros umgesetzt und wird ständig weiter getrieben. Ab und zu gab es immer wieder hirnrissige völlig stupide und nutzlose Massnahmen, die von populistischen Umweltpolitikern getroffen wurden um das Tempo auf Autobahnen wegen Ozon im Sommer und Feinstaub im Winter auf 80 zu reduzieren. Auch das nützt in der Realität nichts aber linksgrüne Politiker können mit solchen Massnahmen ihre alternative Klientel befriedigen. Darum gings in 1. Linie. Auch heute noch hetzen stupide Linksgrüne (wie man auf dem Blog Ignoranz.ch gut nachlesen kann) immer noch auf völlig hirnlose Art gegen den Individualverkehr und argumentieren mit längst überholten und widerlegten Sicherheits- und Umweltschutztheorien. Auch das was der VCS macht ist nichts weiter als Schikane und hirnloser Aktivismus. (wenn nicht sogar Erpressung!) Was nützt es der Umwelt, wenn man den Kunden von Migrosfilialen pro Stunde einen Stutz für den Parkplatz aus der Tasche zieht? Absolute hirnlose Schweinerei ist das! Was hat das noch mit Verkehr zu tun liebe Verkehrs-Club-Schweiz-Verhinderer? Kein Mensch verzichtet deswegen auf das Auto. Nur wenige gehen ins Shilcity einkaufen. Übrigens, habe auch schon in der Stadt eingekauft und bin mit dem Tram und dem Bus nachhause gefahren. Was meint ihr wo ich meine Taschen hatte als der Bus überfüllt war? (Und den möchte ich sehen, der mir am Samstag mit dem Velo die Ware bis zu meinem Wohnort spediert und selbst wenn er es schafft…ob die Ware dann noch geniessbar ist?)

    Auch jene, die immer wieder von vom Menschen verursachten CO2-Ausstoss im Zusammenhang mit dem Treibhauseffekt schwaffeln sind Populisten, Schwätzer und Kaffeesatzleser, die eigentlich nichts wissen. Das Weltklima ist komplex und kompliziert, was manches Wissenschaftlerhirn überstrapaziert. Man rettet die Welt nicht indem man Offroader verbietet. Auch die Offroader-Initiative beinhaltet wieder so eine seltsame Mischung aus Argumenten für die Umwelt und der Sicherheit.

    Wie du siehst gibt es genügend Beispiele die auf die Verknüpfung zwischen Autohassern (Leute, die Offroader verbieten wollen und den Individualverkehr reduzieren möchten) zu tollwütigen Umweltaktivisten und Grünen. Natürlich gibt es auch noch andere Gruppen, die kräftig mitmischen. Die Etatisten und Leute wie EVP-Fundamentalist-Ruedi Aeschbacher (der Schwellenruedi, dem haben wir die Schwellen, über die 99% der Autofahrer so langsam fahren als ob ihre Autos keine Stossdämpfer hätten oder aber ihr Auto tiefergelegt wurde zu verdanken. Leute, die Dinger stehen in der 30er Zone! Ihr müsst da nicht mit Schritttempo drüberfahren, ihr könnt da locker mit 30 drüberfahren insbesondere dann wenn ihr einen Offroader habt…Tipp an die Offroadies, macht doch mal eine Rally wie z.B. Paris-Dakar mit oder so, dort lernt ihr wenigstens einmal wie man einen Geländewagen fährt). Die Etatisten übrigens freuen sich über jeden Rappen, den sie den Automobilisten zugunsten des Umverteilungsstaats aus der Tasche ziehen können. Drum stellen sich auch so gerne an den unmöglichsten Orten Blechpolizisten auf und befürworten ein Heer von Politessen. So kann man auch Umverteilungskassen füllen…

    PS: Sogar bei den Bürgerlichen habe ich ein paar Spinner ausgemacht, die unsinnige Temporeduktionen gut finden (angeblich wegen der Lärmbelästigung und so…diese Leute sprechen gerne von Verkehrsberuhigung). Man findet diese Leute in der Ecke jener, die für Ausgehverbote für Jugendliche sind…Bünzlis, Familien-Mamis, die gerne den Verkehr massregelen und dich in der 50iger Zone bereits dann anschreien wenn du 50 fährst und überspannte law-and-order-freaks, die einen Höhepunkt erleben wenn sie der Allgemeinheit wieder ein neues Verbot oder eine neues Gesetz aufbrummen konnten. Es gibt übrigens auch linke law-and-order-freaks (Armeewaffen- und Offroaderinitiativen lassen grüssen). Was glaubt ihr was der Reiz des wilden Westens war? Eventuell die Freiheit, die bei uns mehr und mehr auf der Strecke bleibt?

  • tin schrieb:
    avatar

    Du meine Güte.

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
    avatar

    Zitat:
    Vor knapp dreissig Jahren wurde nach einem dreijährigen Versuch die Höchstgeschwindigkeit auf dem schweizerischen Nationalstrassennetz definitiv auf 130 km/h festgelegt. Acht Jahre später führte der Bundesrat als Reaktion auf die aufgebauschten Kampagnen über das Waldsterben und aus rein ökologischen Gründen Tempo 120 ein.
    Abgesehen davon, dass das Waldsterben in den letzten Jahren als reine Panikmache der Umweltschutzorganisationen entlarvt wurde, hat die Entwicklung moderner Fahrzeuge und Motoren zu einer drastischen Senkung des Treibstoffverbrauchs und des Ausstosses an Schadstoffen geführt. Die Beibehaltung von Tempo 120 ist deshalb mit ökologischen Argumenten nicht mehr zu begründen.
    Der Sicherheitsstandard unserer Autobahnen zählt zu den höchsten Europas. Zudem verfügt die Schweiz über einen sehr modernen Fahrzeugpark, bei welchem auch die fahrzeugseitigen Sicherheitselemente einem hohen Niveau entsprechen. Mittlerweile sind in der Schweiz rund 1’730 zwei- und mehrstreifige Autobahnkilometer in Betrieb. Dank richtungsgetrennten Fahrbahnen sind Autobahnen gemäss Unfallstatistik fünf mal sicherer als die übrigen Strassen.
    Der ACS vertritt die Ansicht, dass es gerechtfertigt und an der Zeit ist, die in der Schweiz geltenden Vorschriften zu Tempo 120 auf Autobahnen mit den in den umliegenden Ländern geltenden Regelungen für Tempo 130 zu harmonisieren. Er appelliert daher an die zuständigen Behörden und politischen Kreise, die entsprechenden Schritte vorzunehmen. Quelle

    Weshalb wurden die Tempolimite auf Autobahnen also nicht wieder nach oben angepasst als man merkte, dass die Senkung nichts gebracht hat?

    Zitat:
    Was der Staat will, ist klar: Parkgebühren sollen die Konsumenten dazu bewegen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Krasses Gegenbeispiel ist das Glattzentrum bei Zürich, das lauthals Werbung macht: Bei uns parkieren Sie gratis!

    Das brandneue Sihlcity-Konsummekka am Stadtrand von Zürich muss dagegen Parkgebühren erheben. 1 – 2 Stunden kosten 3.50 Franken. Das Regime der Gebühren hat der VCS durchgedrückt. Dies mit dem erklärten Ziel der Stadt, die Leute zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen.

    Doch da kommt jetzt die Kundenumfrage von espace mobilite in den beiden Bieler Einkaufszentren Centre Boujean und Centre Brügg. Die Resultate sind brisant – und jedenfalls aus «grüner Sicht» ernüchternd!!!! Quelle

    Zitat: Die Studie von espace mobilite, der Zusammenschluss führender Schweizer Unternehmen des Detailhandels und der Immobilienwirtschaft, liefert diesen Branchen hochwillkommene Munition. Sie fordern jetzt einen Verzicht auf Parkgebühren und andere vom VCS aufgezwungene Restriktionsmassnahmen ohne nachweisbaren Umweltnutzen.

    PS: Jetzt rollen bei Adrian Müller von 20Minuten bereits Panzer im Blindflug (fliegende Panzer?) durch Tunnels. Tststs, der Typ scheint auch jeden Blödsinn, dem man ihm erzählt zu glauben. (Artikel von Adrian Müller)

    Studie von Espace Mobilite