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Wachdienst ohne geladene Waffen sinnvoll?

Sonntag, 13. Januar 2008 4.517 mal angesehen 8 Kommentare

Die Kontroverse um Bewachungseinsätze der Armee mit durchgeladenen Waffen scheint sich auszuweiten. Nach der Diskussion um die Aufbewahrung der persönlichen Armeewaffe (ob zuhause oder im Zeughaus) scheinen armee-kritische Kreise nun einen weiteren Vorstoss in Richtung Abschaffung der Armee zu unternehmen. Inwischen fordert ein Juso-Politiker aus Dübendorf sogar, dass man Soldaten den Wachdienst mit “geladenen” Waffen (also nicht mehr nur mit “durchgeladenen” Waffen) verbietet.

Fairerweise muss man sagen, dass nicht nur linke Politker versuchen sich auf Kosten der Armee zu profilieren. Auch in den bürgerlichen Reihen gibt es Leute, die nicht einsehen wollen, dass ein unbewaffneter Wachdienst oder einer mit ungeladenen Waffen vor besonders gefärdeten Objekten, wie Botschaften oder militärischen Einrichtungen (Waffendepots etc.), nicht viel Sinn macht.

Wie soll denn ein Soldat mit ungeladener Waffe etwas effizient bewachen, wenn er im Ernstfall ohne Munition nicht einmal sein eigenes Leben schützen kann? Glaubt man in gewissen Kreisen eigentlich ernsthaft, dass Terroristen oder Kriminelle, welche einen Anschlag auf eine Botschaft oder einen Überfall auf ein Waffendepot etc. planen, unbewaffnet angreifen?

Es macht im Übrigen Sinn mit “durchgeladener” Waffe Wachdienst zu leisten, damit man im Ernstfall nicht unnötig Zeit verliert. Die Waffe ist schneller einsatzfähig, wenn man sie nur entsichern muss. Wer im Falle eines Angriffes noch eine Ladebewegung machen muss, verliert Zeit, was ihm unter Umständen das Leben kosten kann.

Politiker, die den Armeedienst mit geladenen Waffe in Frage stellen, stellen die Armee in Frage. Politiker, die Vorstösse einreichen um den Soldaten den Wachdienst mit geladener Waffe zu verbieten, spielen mit dem Leben der Wehrmänner. Politiker, die eine Aufbewahrung der Armeewaffe beim Wehrmann abschaffen wollen, stellen die Milizarmee und somit die Demokratie (Herrschaft des Volkes und Waffengewalt beim Souverän) in Frage.

israelicheckpoint.jpg

Kommentar zum Bild: Der israelische Wachsoldat hat bestimmt eine geladene Armeewaffe. Denn in Israel wissen die Leute im Gegensatz zur, zu einem grossen Teil degenerierten, urbanen Bevölkerung in der Schweiz, dass es sinnlos ist ohne geladene Waffe Wachdienst zu leisten.

8 Kommentare »

  • spot schrieb:
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    das Problem ist nicht nur die durchgeladene Waffe, sondern die Miliztrottel die sie in den Händen halten.. und da rede ich aus Erfahrung.

    Entgegen den oft gehörten Beteuerungen von Kaderleuten der Armee war ich sowohl während meiner Infanterieausbildung als auch in den WKs immer von verantwortungslosen Amateuren umgeben.

    Der Vergleich mit andern Streitkräften hinkt also etwas..

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Spot, ich weiss nicht in welcher Truppengattung du warst, aber es gibt wohl verschiedene Einheiten. Bei der Aushebung wird man eingestuft. Die Pfeifen kommen zu den Füsilieren und die anderen zu Einheiten bei denen man noch etwas drauf hat.

    In meiner Einheit gab es keinen einzigen Trottel. Das wäre viel zu gefährlich gewesen. Folglich habe ich eine andere Erfahrung gemacht. Mit einer guten Ausbildung kann man aus Bürgern nicht nur Hochschulprofessoren, Piloten, Betriebswirtschafter, Juristen etc. machen, man kann aus ihnen auch gute Soldaten machen.

    Was es braucht ist Fitness, Intelligenz und Training. Es gibt durchaus Zivilisten, die das zu bieten haben. In anderen Armeen, beispielsweise in Afrika werden Kinder als Soldaten rekrutiert.

    Glaubst du ernsthaft, dass ein erwachsener Schweizer Mann oder eine erwachsene Schweizerin tollpatschiger ist als afrikanische Kinder??? Wenn das so wäre müsste es der Schweizer Wirtschaft wesentlich schlechter gehen, da Trottel ja wohl kaum soviel leisten könnten….abgesehen davon, die Handhabung von Waffen ist kinderleicht, sogar Kindersoldaten sind fähig mit Waffen umzugehen und bei uns spielen Kleinkinder mit Spielzeugwaffen gerne Räuber und Poli. Sie lernen dabei bereits wie man eine Waffe einsetzt. Käpslipistole nehmen, auf den Räuber zielen und abdrücken.

  • sugi schrieb:
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    ich weiss nicht, wann du die rs absolviert hast, ich habe sie im 03 gemacht. artillerie, feuerleitung, genau jene einheiten, welche botschaften bewachen.
    die ausbildung war miserabel, mehr oder weniger unter jeder sau. theoretische grundlagentests zur waffe waren ein witz (abschreiben, aus den unterlagen kopieren: alles erlaubt).
    dementsprechend wurde auch geschossen. ich hatte zwei leute im zug, bei welchen ich immer geschaut habe, dass ich nicht mit denen schiessen muss.
    deshalb muss ich leider sagen, dass ich es (momentan) nicht untestützen kann, dass mit geladener waffe botschaften bewacht werden.

    ich stimme dir aber zu, dass, wenn unsere streitkräfte ordentlich ausgebildet würden, im prinzip die bewachung mit geladener waffe kein problem sein müsste.

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Schiessen habe ich schon vor der RS gelernt und zwar als 14 jähriger Jungschütze. Damals bin ich mit dem Fahrrad und dem Gewehr auf dem Rücken zum Schiessplatz gefahren. Heute würden die Leute ja einen Herzkasper bekommen wenn sie einen Halbwüchsigen mit dem Gewehr beim Radfahren sehen würden. Sie würden vermutlich sofort die Polizei alarmieren. Die RS habe ich als Radfahrer absolviert. Zur Ausbildung gehörte u.a. Häuserkampf, Nahkampf, Panzerabwehr im Nahbereich (mit der Panzerfaust), Bewachungseinsätze usw. Spass gemacht hat es mir übrigens nie. Fand’s mühsam im ABC Vollschutz Fahrrad zu fahren und mit Panzerfaust und Sturmgewehr (immer noch im ABC Vollschutz mit Schuma auf) herumzurennen und herumzuballern…aber angst von einem Kameraden erschossen zu werden hatte ich eigentlich keine. Man hat halt einfach aufgepasst, dass man nicht ins Kreuzfeuer oder in die Schusslinie anderer gerät und die anderen mussten aufpassen, dass sie nicht auf Kameraden ballern.

    Zum Schiessen: Was ist bei der Handhabung einer Armeewaffe, beispielsweise des Sturmgewehrs so schwierig und gefährlich? Laden, durchladen, entsichern, zielen und schiessen. Ist das eigentlich eine Kunst? Jede 10 jährige Primarschülerin ist fähig am zürcher Knabenschiesssen mit einem Sturmgewehr umzugehen und du traust deinen Kameraden nicht einmal zu, dass sie ihre Waffe handhaben können?

    Entweder haben bei der Aushebung deiner Truppengattung die Aushebungs-verantwortlichen versagt indem sie offensichtlich Grenzdebile ausgewählt haben oder du übertreibst oder was auch möglich wäre, dass es Leute waren, die es angeschissen hat und die sich deshalb so dumm angestellt haben. Weil sie keinen Bock hatten. Manchmal ist es klug, wenn man sich dumm stellt. Wie auch immer wenn man deinen Beitrag liest, könnte man meinen, dass für die Ausbildung an einer Waffe ein Universitätsstudium erforderlich ist und man nur Leuten, die einen IQ von über 150 haben eine Waffe in die Hand geben darf. Dabei könnte im Grunde genommen jeder Menschenaffe eine Waffe abfeuern. Im Zürcher Kreis Cheib läuft bestimmt so mancher Ausländer mit Waffe herum, der keine Waffenausbildung hat!!! Am letzten oder vorletzten Zürcher 1. Mai-Krawallfest gab es unter den Linken eine wilde Schiesserei. Es waren Ausländer oder Secondos involviert. Wegnehmen will man die Waffe aber nur den Schweizern, die eine Waffenausbildung haben…

    Man kann auch ohne Ausbildung eine Waffe handhaben. Klar gibt es Leute, die besser schiessen und Leute, die schlechter schiessen aber das ist kein Problem. Es geht ja nicht darum, dass man die Schützenmeisterschaft gewinnt. Mann muss nur wissen, dass man eine Kugel ins Magazin stecken muss, dann muss man wissen, dass man die Waffe erst laden muss. Mann muss wissen wo man entsichert und man muss wissen, dass die Kugel beim Abfeuern vorne beim Lauf herauskommt. Wenn man das weiss, dann sollte man auch wissen, dass die Waffe in Richtung des Ziels gehalten werden sollte und man dann einfach abzudrücken braucht.

  • sugi schrieb:
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    es war tatsächlich ein grenzdebiler, welcher in meinem zug war (und einer, welcher sonst ein bisschen nada war). ausserdem war, wie gesagt, die ausbildung lausig und das ist meine grundaussage: solange die AUSBILDUNG nicht besser wird, würde ich keinen soldaten mit geladener waffe in ein wohnquartier stellen (ich weiss, wovon ich spreche, wohne neben der amerikanischen botschaft.)
    ich bin absolut deiner meinung, dass jeder fähig ist/ sein sollte, eine waffe zu handhaben. allerdings muss auch die ausbildung dazu stimmen. wenn die sicherheitsregeln nicht durchgesetzt werden, wenn die waffe nicht mit genug respekt und sachverstand gehandhabt wird, dann rennen die leute mit entsichertem gewehr im schiessstand rum (beim obligatorischen zweimal erlebt!)
    klar kann jeder menschenaffe eine waffe abfeuern, aber der mensch sollte wissen, WANN er zu feuern hat.
    ausserdem bin ich nicht der meinung, man solle den schweizern die waffe wegnehmen, im gegenteil!

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Wenn das so ist wie du sagst, muss man die Ausbildungsverantwortlichen (Offiziere und Instruktoren) in Frage stellen. Im Jungschützenverein hatten wir einen Hobbyschützen vom Schiessclub. Er hatte ein Bäuchlein und war nun alles andere als der Topshot. Trotzdem konnte er uns noch zeigen wie man ein Gewehr hält und auf was es ankommt.

    Ich sehe es einfach anderst als du. Auf 200’000 Schweizer Soldaten kommt vielleicht ein Grenzdebilder, den man aus irgendeinem Grund nicht aus der RS entlassen hat. Deswegen mache ich mir aber nicht in die Hose. Finde es wesentlich beunruhigender wenn im Chreischeib ausländische Zuhälter mit geladenen russischen Kleinkaliberwaffen herumspazieren, die nicht registriert sind. Doch dagegen macht niemand nicht mal die GSoA etwas.

    Es ist einfach verlogen wenn man behauptet, dass man die Sicherheit im Land erhöhen könnte, wenn man ausgerechnet die 25% Waffen ins Zeughaus bringt, die denjenigen gehören, die wenigstens eine Ausbildung genossen haben und die JEDES Jahr ihr Schiessprogramm absolvieren MUESSEN! (Frage mich, wie Leute die so schlecht mit Waffen umgehen können wie du eben beschrieben hast überhaupt durchs obligatorische Programm kommen). Mann sollte sich vielleicht eher einmal Gedanken über die illegalen Waffen, die sich in den Händen ausländischer Kleinganoven befinden gedanken machen. Die meisten Tötungsdelikte in der Schweiz werden nämlich nach wie vor von Ausländern (die ja gar keine Armeewaffe besitzen!!!) verübt.

  • David schrieb:
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    Es ist eine Frechheit Radfahrer als Soldaten zu bezeichnen. Habe die RS auch in Drognens absolviert (PAL-Soldat). Die Spielereien auf dem Montagne de Lyssy kann man nicht als militärische Ausbildung bezeichnen. Die Radfahrer solten den Feind zm Lachen bringen, bis richtiges Milität kam.

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    David, ich war Soldat bei den Radfahren und hatte eine Ausbildung an der PzF (PAL-Soldaten gab es bei den Radfahrern gar nicht!). Dort lernten wir die Handhabung der Panzerfaust, Häuserkampf, den Umgang mit dem ABC-Schutz im Kampfeinsatz (Fahrradfahren im ABC-Schutz, Häuserkampf mit dem ABC-Schutz usw.), Handgranaten, Bewachungsübungen usw. Würdest du das als Pfadfinderausbildung bezeichnen? Was meiner Meinung nach zu kurz kam war die Nahkampfausbildung. (Was noch wichtig ist, dass man Übungen nicht mit dem Ernstfall verwechseln darf. In der RS müssen nämlich auch die Unteroffiziere und Offiziere noch Erfahrungen sammeln und es kann daher vorkommen, dass auch diese noch Fehler machen. Deshalb wird ja geübt. Niemand ist als Elite-Soldat auf die Welt gekommen, jeder Beruf will gelernt sein.

    Damit auch Pazifisten und Möchtegern PAL-Soldaten wie David einmal den Unterschied zwischen der Panzerabwehrlenkwaffe (PAL)…
    PAL-Soldaten
    ….und der Panzerfaust erkennen:
    Soldat mit Panzerfaust (PzF)

    Welchen Feind würdest du mit dem Sturmgewehr und der Panzerfaust zum Lachen bringen? Meinst du wirklich das wir Schweizer derart grosse Flaschen sind, dass wir alle Ausländer sofort zum Lachen bringen würden wenn wir ihnen bewaffnet entgegentreten? Wenn dem wirklich so ist, sollten wir uns in Grund und Boden schämen, das Bild des Schweizersoldaten hätte sich dann nämlich um 180° geändert.

    Wenn ich dir so zuhöre, muss ich zur folgenden Schlussfolgerung kommen: “Die Schweizer Reisläufer vor 500 Jahren waren gefürchtete Profis, die heutigen Schweizer Soldaten insbesondere die Radfahrer (die es übrigens inzwischen gar nicht mehr gibt) sind Lachnummern, denen man nicht einmal mehr ein geladenes Sturmgewehr anvertrauen kann da die Gefahr besteht, dass es in ihren Händen sonst aus versehen losgeht oder sie damit ihre Frauen erschiessen.” Sehe ich das richtig?

    Wenn man den linksgrünen Pazifisten zuhört, muss man zum Schluss kommen das Schweizer absolute Flaschen sind, die unfähig sind trotz obligatorischen Schiessübungen, die jeder Soldat einmal pro Jahr absolvieren muss, eine Waffe zu handhaben. In Kolumbien hingegen kann jede Putzfrau, die einmal in ihrem Leben eine Waffe in der Hand gehabt hat besser mit der Waffe umgehen als ein Schweizer der jahrelang geübt hat, denn Schweizer sind ja absolute Flaschen, die die Waffenhandhabung schlechter beherrschen als Frauen und Kinder. (Vorausgesetzt sie ist Mitglied der linken FARC-Guerilla und nicht der regulären Armee…nur Linke z.B. RAF-Terroristen usw. können ja mit Waffen umgehen…Rechte sind ja alles Dummköpfe und somit unfähig eine Waffe zu handhaben…blablabla).

    PS: Was mir unlogisch erscheint…oft lobt man den Bildungsstandort Schweiz und wertet es als Standortvorteil, dass hier qualifiziertes Berufspersonal vorhanden ist, einzig die Ausbildung der Schweizer Soldaten soll dann aber absolut die schlechteste auf der ganzen Welt sein…irgendwie unlogisch. Was war ist: Adolf Ogi (halber SVP-Bundesrat in Pension) hat aus der Schweizer Armee einen Pfadfindersportverein gemacht. Samuel Schmid (ehemaliger halber SVP-Bundesrat) hat diesen Seich mitgemacht. Die Ausbildung der Offiziere hat gelitten, weil nun junge Schnudderis mit 19 Jahren bereits Leutnant werden können. Diese Leute haben dann einfach zuwenig Erfahrung (sowohl Lebenserfahrung als auch militärische Führungserfahrung) und darunter leidet dann die Qualität der Armee. Das ist so und deshalb muss man hier korrigierend eingreifen.

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