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Vom Islamisten zum Islamkritiker

Donnerstag, 2. Oktober 2008 6.242 mal angesehen 7 Kommentare

Dies ist die Geschichte vom jungen Kölner Barino B. der mit 18 Jahren zum Islam konvertierte und zum glühenden Islamisten wurde. Inwischen ist er vom Islam abgefallen (Apostasie=Abfall vom Islam) und wieder zum Christentum konvertiert. Je nach Rechtsschule droht Barino für die Apostasie die Todesstrafe!

Im Januar 2008 veröffentlichte ich im Dailytalk-Forum die folgende Reportage:




Wie die nun folgende Reportage zeigt, hat sich Barinos Einstellung zum Islam grundlegend verändert. (Ich wurde zufällig durch eine Reportage von STERN TV,  bei welcher Barino B. zu Gast war, darauf aufmerksam.)






„Das Blut eines Muslims darf nicht vergossen werden, ausser in einem der drei Fälle:
Im Fall der Vergeltung für Mord, im Fall des Ehebruchs und wenn derjenige vom muslimischen Glauben abfällt.“  (Hadith im Sahih Al-Bukhari)

7 Kommentare »

  • Matthias schrieb:
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    „(Apostasie=Abfall vom Islam)“
    „(Hadith im Sahih Al-Bukhari)“

    Alle Achtung! Du bist ja ein richtiger Religionsexperte! Wann erscheint dein erstes Buch über „Jungspunde die ihre Religion häufiger als die Unterhose wechseln“?

  • Jean Fairtique schrieb:
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    @Matthias
    Schon klar.
    Allerdings hat es sich „ausgespundet“ wenn Fundamentalismus und möglicherweise Bombenbau dazu kommen…

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Matthias, wie kommst du aufgrund dieses Themas darauf, dass Jungspunde Religionen häufiger als Unterhosen wechseln? Der „Jungspund“ Barino B. hat sich Jahrelang sehr intensiv mit dem Islam beschäftigt und in dieser Zeit arabisch gelernt. Er kann den Koran in der arabischen Ursprungsversion lesen und zitieren und war für viele Muslime seiner Gemeinde ein Vorbild. Könntest du von heute auf morgen arabisch lernen? Oder trägst du deine Unterhosen jahrelang?

    Zu mir, ich bin kein Religionsexperte. Religionsexperten sind Leute wie Hans Küng. (lese gerade sein Buch mit dem Titel „Der Anfang aller Dinge“) Ich bin ein Mensch, der den Relgionsunterricht nicht einfach nur besucht hat weil es Pflicht war sondern auch deshalb, weil ihn das Thema interessiert hat. Der Fragen gestellt hat, auf die er keine befriedigende und logische Antworten erhalten hat, nicht naiv ist, vielleicht auch nicht so intensiv nach Geborgenheit sucht wie andere, deshalb an der Grenze zum Atheismus lebt und aus diesem Grund bereits im Alter von 16 Jahren entschieden hat auf das Konfirmandengeschenk zu verzichten und sich nicht konfirmieren zu lassen. Schlussendlich bin ich ein paar Jahre später aus der Kirche ausgetreten. (Zum Glück ohne Konsequenzen für Leib und Leben.)

    Was den Islam betrifft, damit befasse ich mich nun schon seit mindestens 10 Jahren. Einerseits befasse ich mich mit seiner Entwicklungsgeschichte von seiner Entstehung bis heute und andererseits lese ich im Koran und versuche die einzelnen Verse in einen historischen Kontext zu setzen. Des weiteren lese ich Arbeiten von Islamwissenschaftlern über die Scharia und die Sunna. Zudem befasse ich mich mit dem Leben von Mohammed und seiner Persönlichkeit. Diesbezüglich kann ich ein gutes Buch empfehlen. Es heisst „23 Jahre – Die Karriere des Propheten Mohammed“. (ISBN: 3-932710-80-0) Es wurde vom iranischen Intellektuellen Ali Dashti geschrieben. Ali Dashti wurde nach der islamischen Revolution verhaftet und inhaftiert. Er starb 1981 in einem Spital an den Verletzungen, die ihm von Khomeinis Häschern beigebracht worden waren. Der Iran ist seither ein Land, das Kinder öffentlich aufknüpft. (Ein Bericht darüber findet ihr ebenfalls auf Morgarten.info).

    Mit Sicherheit bin ich weder Theologe noch Islamwissenschaftler. Dennoch weiss ich mehr über den Islam als der Durchschnittsbürger (mir ist bewusst, dass der Durchschnittsbürger kein guter Massstab ist, da dieser ohnehin kaum etwas Relevantes weiss) und viele junge Leute, die in der Schweiz leben und als Muslime geboren wurden. Ich lege wert auf die Freiheit des Individuums und Menschenrechte. Totalitäre Religionen und Systeme (Egal ob Halbmond oder gottloser roter Stern) sind mir zuwider.

    Was die Apostasie anbelangt, sie ist ein Vergehen, welches gemäss den Hudud-Strafen (diese ahnden gemäss Scharia Vergehen gegen Gottesrecht) geahndet wird. Hier was ich darüber herausgefunden habe:
    Apostasie, d. h. Abfall vom Islam (abgeleitet von Koransure 2, Vers 217, Koransure 4, Vers 137-138 und Koransure 5, Vers 21)
    Einige wenige interpretieren den Koran dahingehend, dass eine Bestrafung für dieses Vergehen erst im Jenseits vorgesehen ist. Die meisten Rechtsschulen sind der Ansicht, dass eine solche Tat mit dem Tod zu bestrafen ist. Zusätzlich soll auch das Eigentum konfisziert werden.

    Anbei noch ein paar interessante Links:
    Koransuren, die uns interessieren sollten!
    Scharia
    Hudud-Strafen

    PS: Angesichts gewisser Koransuren (siehe auch Link „Koransuren, die uns interessieren sollten“) erstaunt es nicht, dass es radikale Islamisten gibt. Schliesslich kann ja nicht jeder Muslim Islamwissenschaften studieren um dann von sich zu behaupten, dass er den Islam begriffen hat. 😉 Der Islam ist eben offenbar eine Religion bzw. Bewegung, die nur studierte Islamwissenschaftler wirklich verstehen..tja, gegründet wurde sie allerdings von einem Analphabeten…was eine Ironie der Geschichte sein dürfte.

  • Matthias schrieb:
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    Die Bibel sieht das ähnlich wie der Koran, Abtrünnige werden hingerichtet:

    „Als nun Mose sah, daß das Volk zuchtlos geworden war – denn Aaron hatte sie zuchtlos werden lassen zum Gespött ihrer Widersacher -, trat er in das Tor des Lagers und rief: Her zu mir, wer dem HERRN angehört! Da sammelten sich zu ihm alle Söhne Levi. Und Moses sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: „Ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von einem Tor zum andern und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten“. Die Söhne Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und es fielen an dem Tage vom Volk dreitausend Mann. (Exodus 32,25-28)“

    Homosexualität wird mit dem Tod bestraft:

    „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen. (Lev 20,13 EU). “

    Sklaverei wird ausdrücklich erlaubt:

    „Willst du aber Sklaven und Sklavinnen haben, so sollst du sie kaufen von den Völkern, die um euch her sind, und auch von den Beisassen, die als Fremdlinge unter euch wohnen, und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Lande zeugen. Die mögt ihr zu eigen haben und sollt sie vererben euren Kindern zum Eigentum für immer; die sollt ihr Sklaven sein lassen.“ (Lev 25,44-46″

    Und so weiter ad infinitum; die Bibel ist das reinste Schlachtfest. So what? Das sind uralte Bücher. Wenn Du das heute ebenso wortwörtlich verstanden haben willst wie Du den Koran verstehst, dann ist Dir ebensowenig zu helfen wie den anderen Jungspunden.

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Matthias, du bist ganz offensichtlich einer jener Schweizer, welche die Kirche nur bei Hochzeiten und Beerdigungen aufsuchen und ansonsten vom Christentum keine Ahnung haben. Glaubst du an den Götzen Marx? Oder den Götzen Lenin?

    Zur Information für all jene, die wie Matthias von der Materie keine Ahnung haben:

    Es gibt 3 grosse monotheistische (Monotheismus=Eingottglaube) Religionen, die miteinander verwandt sind. Es handelt sich dabei um das Judentum, das Christentum und den Islam.

    Alle diese Religionen verbindet eine Gemeinsamkeit. Das ist das Alte Testament, welches sich in der Bibel befindet. Wie kommt das?

    Das Alte Testament enthält die Geschichte des Judentums und erzählt von derem gewaltätigen und bösartigen Gott, der Städte zerstörte, ein Volk mit Plagen plagte, einen Mann vom Satan versuchen liess, Menschen mit einer Sintflut ersäufte, eine ägyptische Armee im Meer versäufte und noch allerei andere widerwärtige und grauenhafte Sachen der Menschheit angetan hat.

    Jesus war Jude. Er hat das Christentum erfunden. Seine Botschaft war: Das Alte Testament ist Schlecht (oder zumindest reformbedürftig), es ist die Religion der Schriftgelehrten. Ich aber lehre euch die Botschaft meines Vaters. Dafür brachten ihn jene, welche am Alten Testament festhielten, um. Seine Jünger aber verkündeten sein Evangelium, von welchem in der Bibel im NEUEN TESTAMENT 4 Fassungen enthalten sind, im ganzen damaligen römischen Reich. Die Christen waren Menschen, welche an das Evangelium (also das neue Testament) glaubten. Das Alte hat man dann später auch noch in die Fassung der Büchersammlung (welche in der Bibel enthalten ist) aufgenommen um die Geschichte Gottes usw. zu erzählen.

    Komisch einfach, dass ausser mir offenbar noch niemandem die Diskrepanz zwischen dem Gott des Alten Testaments und demjenigen des Neuen Testaments aufgefallen ist. Der Gott im AT ist ein böserartiger Kerl, der Menschen aus dem Paradies vertreibt, plagt und tötet usw. Der Gott im NT hingegen ist ein lieber Kerl, der die Menschen von ihrem Leiden erlöst. Lustig oder? Der eine im AT foltert und straft und der andere im NT erlöst, befreit und rettet.

    Ein paar hundert Jahre später (im 7 Jht. nach Christus) kam der Analphabet Mohammed. Er behauptete von einem Engel Gottes aufgesucht worden zu sein. Ob das stimmt ist fraglich und selbst wenn es stimmt, dass er von einem Engel aufgesucht worden ist, dann ist es fraglich ob es ein Engel Gottes war. Es könnte auch der Satan gewesen sein. Denn dieser Engel fügte Mohammed Schmerzen zu indem er ihm Schläge versetzte!!! Dennoch gab sich Mohammed seit diesem Ereignis als Sprachrohr Gottes aus (wie Uriella heute). Man weiss, dass Mohammed in Jerusalem war und von Juden und Christen zivilisiert wurde. Er hat dann aus den Erzählungen der Juden und Christen und mit etwas Fantasie seine eigene Religion kreiert.

    So, Steinigung und anderes Wüstes usw. kommt im Alten Testament vor. Das stimmt. Aber das ist auch der Grund weshalb auch die Juden und die Muslime die Steinigung kennen. Zur Rettung des Christentums muss man sagen, dass der Christus himself gegen Steinigung war. Er rettete die Ehebrecherin Maria (Magdalena? …müsste jetzt nachschauen…der Vorname stimmt jedenfalls…vielleicht bin ich ja duzis mit ihr) vor dem Tod durch Steinigung indem er den Bastarden, welche sie steinigen wollten zurief: „Der von euch, der ohne Schuld ist, der werfe den 1. Stein.“ Und da sie eben alles erbärmliche Sünder waren, warf dann eben keiner einen Stein. Maria war gerettet. Somit ist klar, dass Jesus, der Sohn Gottes (gemäss Islam nur ein Prophet, da Mohammed nicht verstand wie die Dreifaltigkeit funktioniert) gegen die Steinigung war. Päpste und andere Sünder, die dann im Mittelalter Hexen verbrannt haben, kannten das Christentum fast so schlecht wie Matthias. Es handelte sich bei mittelalterlichen Päpsten oft einfach nur um Söhne aus adligen Häusern. Wer Geld hatte und blaublütig war, konnte Bischof werden. Wer Bischof war, konnte Bischof von Rom werden. Der Bischof von Rom ist der Papst…so einfach ist das. Der Borgia Papst (Renaissance) war für seine feucht-fröhlichen Sexorgien und Partyevents bekannt. Er hatte überdies auch Kinder..womit erwiesen ist, dass er Geschlechtsverkehr hatte…von Zölibat somit keine Spur. An seinen Partys konnte man auch Frauen mit entblösten Brüsten und vermutlich auch kopulierende Paare sehen. Andere schlemmten einfach alles in sich hinein was gerade zum Fressen herumlag. Der heutige Papst (ehemaliger Chef der Glaubenskongregation….früher war das mal die Inquisition oder es ist zumindest eine Nachfolgeorganisation) dürfte über das Verhalten einiger seiner Vorgänger nicht besonders zufrieden sein.

    Übrigens, soweit ich das als ehemaliger Protestant (bin aus der Kirche ausgetreten) beurteilen kann, steht nirgendwo in der Bibel etwas davon, dass ein Priester zölibatär sein muss. Weshalb die katholischen Pfaffen also weiterhin so verkrampft ihre Sexualität verleugnen wollen ist mir schleierhaft. Tja, die einen verschleiern ihre Frauen (Muslime) und bei den anderen (katholische Christen) verbietet einer ihrer Bischöfe (Bischof von Rom=Papst) den anderen die Ehe. Ebenfalls scheinen die katholischen Pfaffen keine weiblichen Priesterinnen zu wollen. Fazit: Beide scheinen sie ein Problem mit Frauen zu haben. Ich frage mich wie lange die Frauen der Katholiken und Muslime diesen Blödsinn mitmachen. (Scherz: Heiratet doch einfach einen Protestanten. Protestanten sind moderner und fortschrittlicher. Ihre Priester und Priesterinnen dürfen heiraten. Wer noch einen Schritt weiter gehen will und mit dem Glauben alleine nicht zufrieden ist, der sollte sich der Wissenschaft zuwenden und sich weiterbilden.)

  • sprain schrieb:
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    Interessant ist doch, dass der Gott im alten Testament der gleiche Gott ist wie im neuen Testament. Und dass er sich auch nicht geändert hat. Er ist ein liebevoller Gott, ist aber konsequent und hat eine Linie

    2. Mose 34:6,7 sagt:
    «Ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren»

    Gott hat die Menschen stets aufgefordert, ihm zu dienen. Hat es dies nicht befolgt, hat er es gewarnt und Konsequenzen angekündigt (wie z.B. die Sintflut). Hat es immer noch nicht gehorcht, hat er seine Warnungen wahr gemacht. Hat es sich aber geändert, hat er das auch zugestanden.

    Beispiel in Jona 3:4, als die Bewohner der Stadt Ninive auf die Warnungen des Propheten Jona hörten und sich vom falschen Weg abwandten:
    «Und der [wahre] Gott bekam ihre Werke zu sehen, daß sie von ihrem schlechten Weg umgekehrt waren; und so empfand der [wahre] Gott Bedauern über das Unglück, das ihnen antun zu lassen er geredet hatte; und er ließ [es] nicht tun.»

    Und heute? Seit Jesus auf die Erde gekommen ist, hat sich die Situation geändert. Menschen dürfen nun die Hoffnung haben, von der Sünde von Adam freigekauft zu werden. Aber weiterhin gilt, dass Gott verlangt, dass man seinen Massstäben folgt. Er wird wieder eingreifen und für Ordnung in seinem Sinne sorgen, dies hat er auch im neuen Testament oft niederschreiben lassen: siehe z.B. 1. Thessalonicher 5:3 oder Matthäus 24:1-14.

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Moses ist neben Uriella einer der wenigen Menschen, die von Gott direkte und eindeutige Botschaften erhalten haben. Sogar Mohammed, der Gründer des Islam musste sich „nur“ mit einem Engel (Satan?) zufrieden geben.

    Vor wievielen tausend Jahren hat Moses gelebt? Wer von uns kann etwas über seinen Charakter und seine Persönlichkeit sagen? Wer von uns hat ihn persönlich gekannt? Wer von uns kann ausschliessen, dass Moses nach heutigen Massstäben ein Verrückter wäre? Wer von uns glaubt Uriella? (Ich jedenfalls nicht.) Wieso sollte das bei Mohammed anderst sein?

    Religiöse Menschen machen immer wieder den gleichen Fehler. Sie glauben und halten ihren Glauben für Wissen.

    In meinen Augen sind Religionswissenschaften wie die Theologie oder die Islamwissenschaften Pseudowissenschaften und sollten wie die Astrologie nicht mehr an Universitäten gelehrt werden. Steuergelder können wesentlich sinnvoller in Bildung investiert werden. Zum Beispiel zu Gunsten von Disziplinen wie der Philosophie, der Psychologie und der Soziologie.