Startseite » Fokus, News

Selbstmord

Montag, 4. August 2008 11.607 mal angesehen 2 Kommentare

Kaum hat der berüchtigte Schweizer Kampagnen-Journalismus die Armee geschwächt indem er den Armeechef mit einer Hetzkampagne aus dem Amt gejagd hat, schon geht er bereits wieder zum Angriff über.

Diesmal hat der Kampagnen-Journalismus erneut (wie damals beim Tötungsdelikt am Hönggerberg) die Armeewaffen im Visier. Offenbar haben die linken Medienschaffenden Lunte gerochen nachdem sie erkannt haben wie schnell Verteidigungsminister Samuel Schmid in die Defensive gerät und wie schwach dessen Position ohne die Rückendeckung einer starken Partei ist.

Um was geht es? Aus einer internationalen Studie der European Alliance Against Depression (EAAD)  über Suizide bei Jugendlichen geht hervor, dass in der Schweiz 43,6 Prozent der 15-24 jährigen Männer, die Selbstmord begehen, ihrem Leben mit einer Feuerwaffe ein Ende setzen. Das ist offenbar deutlich mehr als in anderen europäischen Ländern. Bei der Studie wurden 15’000 Selbstmorde von Jugendlichen zwischen 15-24 Jahren in 15 Ländern untersucht. Gemäss der Studie hat der hohe Anteil an Selbstmorden mit Schusswaffen mit der leichten Verfügbarkeit von Schusswaffen in der Schweiz zu tun.

Das klingt wie Wasser auf die Mühlen der Armeegegner und Armeewaffen-Hasser. Nun versuchen die Gegner der Heimaufbewahrung von Armeewaffen erneut einen Angriff wie sie dies bei jedem einzelnen (seltenen) Zwischenfall mit Armeewaffen ohnehin schon tun.

Meiner Meinung nach bleibt bei der ganzen künstlich geschürten Medien-Hysterie über die Art und Weise wie sich jemand umbringt die wesentliche Frage, mit der wir uns beschäftigen müssen unbeantwortet.Nicht die Frage wie sich Leute umbringen ist entscheidend sondern die Frage weshalb sich in einem reichen Land wie der Schweiz mit überalterter Bevölkerung soviele junge Menschen umbringen! Diese Frage scheint mir zentral, denn das Problem der Selbstmorde löst man nicht damit indem man den Lebensmüden die Feuerwaffe wegnimmt. Man zwingt sie dann höchstens dazu sich auf eine andere Art umzubringen.

Anbei eine Abbildung der Suizidraten in EAAD-Partnerländern. (In Klammern das Jahr in dem die Daten erhoben wurden.)

Gemäss dem Bericht „Suizid und Suizidprävention in der Schweiz“ des Bundesamts für Gesundheit vom Jahr 2005 sterben pro Jahr ca. 1300-1400 Schweizer an den Folgen eines Suizids. Kantonal schwankt die Zahl von 15 Fällen pro 100’000 Einwohner im Kanton Tessin bis zu 25 Fällen pro 100’000 Einwohner im Kanton Appenzell Ausserrhoden. In der Schweiz bringen sich mehr Männer als Frauen um. Alleinstehende und Verwitwete haben gegenüber Ehepaaren ein 1,5-2-mal höheres Suizid-Risiko. Wobei der Einfluss des Zivilstands bei Männern stärker ausgeprägt ist als bei Frauen. (Männer leiden also offensichtlich mehr unter der Einsamkeit als Frauen!) Gemäss dem Bericht muss die Suizid-Prävention verstärkt werden um eine Senkung der Suizidrate zu erreichen.

Damit ist klar, dass man mit populistischen Massnahmen und Forderungen wie beispielsweise einem Verbot der Heimaufbewahrung von Armeewaffen das Suizid-Problem nicht lösen kann. Man kann sich nämlich auch ohne Schusswaffen umbringen wenn man unter starker krankhafter Depression leidet oder sonst ein gröberes Problem hat.

Anbei noch eine interessante Studie der Uni Bern, die sich mit der Frage befasst, wie sich die unterschiedlichen Selbstmordhäufigkeiten in verschiedenen Gesellschaften erklären lassen: Studie über Selbstmorde in der Scheiz

2 Kommentare »

  • Herakleitos schrieb:
    avatar

    «Es ist viel einfacher, die Schuld für zunehmende Gewaltbereitschaft dem Waffenbesitz und der Abgabepraxis von Dienstwaffen zu übertragen, als sich mit dem Phänomen der Gewaltbereitschaft und der Perspektivlosigkeit der Mitmenschen zu befassen.» (Rita Fuhrer SVP)

    Es ist doch klar.Die linken Politiker/Innen ,die vorwiegend linkslastigen Medien und leider auch viele bürgerliche Defätisten wollen verhindern, dass am Ende der Dienstzeit die Waffen mit nach Hause abgegeben werden.Sie arbeiten zielstrebig an der Demontage unserer Armee (nebst dem Departementsvorsteher des VBS).Scheibchen für Scheibchen.Nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein.

    Es geht doch diesen linken Medien nicht um die Suizide.Es geht ihnen um die Abschaffung der Armee.

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
    avatar

    Inzwischen habe ich in der Weltwoche einen interessanten Artikel zum Thema gelesen. Demnach bringen sich in Finnland mehr Menschen mit einer Feuerwaffe um als in der Schweiz und dies obschon dort die Armeewaffen nicht zuhause aufbewahrt werden. Offenbar ist es dort sogar so, dass sich mehr Frauen erschiessen als Männer!

    Die Weltwoche entlarvt dabei die linke Schweizer Lügenpresse, welche ohne etwas zu hinterfragen einfach alles der Depeschenagentur abschreibt um daraus Falschmeldungen zu fabrizieren.