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Couchepin kann es nicht lassen!

Mittwoch, 6. Februar 2008 1.963 mal angesehen 18 Kommentare

Er tut so als wäre er ein Staatsmann und trotzdem tritt er mit seinem vorlauten Mundwerk von einem Fettnäpfchen ins andere. Die Rede ist von Bundespräsident Pascal Couchepin.

couchepin_1.jpg

Seinen ehemaligen Bundesratskollegen Christoph Blocher verglich er mit dem Duce, die SVP mit einer faschistischen Partei und nun vergleicht er Mörgeli mit NS-Arzt und Massenmörder Josef Mengele. (Quelle)

Wenn wir fälschlicherweise immer wieder über den Stil der SVP reden (gilt das nur für die SVP?) darf der Bundespräsident, noch dazu wenn er Mitglied der FDP ist, sich so politisch unkorrekt verhalten und andere Leute mit Massenmördern und Faschisten vergleichen? Dürfen Parlamentarier von CVP, SP, Grünliberalen, Grünen und Kommunisten sich daneben benehmen und vor Jubel laut brüllen wenn ihr politischer Gegner dank einer hinterlistigen und geheimen Verschwörung abgewählt wird?

Meiner Ansicht nach sollten jene, die im Glashaus sitzen nicht ständig die Moralkeule schwingen und Steine werfen. Vom Bundespräsidenten der schweizerischen Eidgenossenschaft darft man mehr Anstand erwarten!

Pascal Couchepin, entschuldigen Sie sich bei Herrn Christoph Mörgeli für ihr beschämendes Benehmen und ziehen Sie die Konsequenzen aus ihrem Tun indem Sie auf der Stelle zurücktreten und das Amt einem fähigeren Kandidaten wie z.B. Christoph Mörgeli überlassen! Sie schaden mit Ihren verbalen Entgleisungen dem Ansehen unseres Landes.

18 Kommentare »

  • Karsten schrieb:
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    Was Herr Couchepin gesagt hat, ist klar geschmacklos. Mitglieder der SVP müssen sich allerdings nicht wundern, wenn sie verbal in die Nähe von Nazi-Grössen gerückt werden.

  • Alexander Müller schrieb:
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    Lieber Karsten, ich teile deine Ansicht bezüglich der SVP in keinster Weise. Wer die SVP in die Naziecke stellen will bzw. die SVP mit einer Faschistenpartei vergleicht tut dies entweder böswillig oder aber er hat entweder keine Ahnung von der SVP oder aber dem NationalSOZIALISMUS. Die NSDAP das heisst die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter Partei hat mit den Sozialisten und den Kommunisten weit mehr Gemeinsamkeiten als mit jeder bürgerlichen Partei. Ich rate dir einmal die Parteiprogramme der NSDAP sowie der KPdSU zu vergleichen. Weiter rate ich dir einmal Hitler mit Stalin zu vergleichen. Du wirst aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Bei den einen wurden Arbeiter von einem Führer geführt und bei den anderen wurden Proletarier von einem Generalsekretär geführt.

    Viele Ungebildete sind nicht einmal in der Lage den Nationalismus vom Nationalsozialismus zu unterscheiden. Das sind übrigens auch jene, die Faschismus nicht von Patriotismus unterscheiden können.

  • Schnuffel schrieb:
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    Bravo Alexander!
    Sehr treffend und gut geschrieben!

  • Felix schrieb:
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    Die SVP mit Nazi Deutschland gleich zu setzen ist falsch. Herr Couchepin hat sich da einen schlechten Scherz erlaubt und eine Entschuldigung wäre fällig. Herr Mörgeli könnte sich dann, erfreut über so viel Anstand, bei all denen Entschuldigen, die er in seiner zynischen, agressiven und grinsend art defarmiert hat (hm.. irgendwie hab ich das Gefühl, dass er das nicht tun wird…).

    Der Vergleich von Herrn Blocher mit dem Duce war allerdings nicht ganz daneben. Herr Blocher wird und wurde von der SVP als der EINZIGE fähige Mann dargestellt, der dieses Land ALLEINE retten kann. Dies ist natürlich falsch. Gerade die SVP, die sich ja gerne demokratisch gibt, sollte wissen, dass unser politische System eben gerade desshalb eins der Besten ist, weil das Volk das letzte Wort hat.

    Desshalb auch die Aussage: wir brauchen keinen Duce; sprich: wir brauchen keinen Führer, der uns sagt wo es lang geht um uns zu retten und jeder, der davon abweicht, ist ein Verräter und wil die Schweiz zerstören.

    Dies sind aber immer wieder Züge, die die SVP an den Tag legt. Wer einen Führerkult zelebriert, muss sich nicht wundern, wenn er mit Nazis verglichen wird (gilt für die Kommunisten übrigens genau so).

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Lieber Felix, ich finde auch den Vergleich zwischen dem Duce und Blocher vollkommen daneben. Der Duce war ein Verbrecher, der über Leichen gegangen ist. Kann man das von Blocher behaupten?

    Ich finde einfach, dass man mit derartigen Vergleichen vorsichtig sein sollte. Dies gilt insbesondere für Leute in Ämtern und Würden.

    Blocher hat die SVP in den letzten Jahrzehnten massgeblich erfolgreich gebrägt und ist in der Tat eine Führerfigur. Das ist etwas, was die anderen Parteien auch gerne hätten. Denen fehlt nämlich die Führerfigur und mit wenigen Aussnahmen wie den Grünen (wegen der Klimaangsthysterie) verlieren die anderen Parteien von Jahr zu Jahr Wähleranteile. Deshalb wird Blocher zum Sündenbock gemacht. Viele Schweizer haben ein Problem mit starken Männern. Siehe Schicksal vom fähigen Zürcher Bürgermeister Hans Waldmann bzw. vom Eisenbahnkönig Alfred Escher, der die ETH und die CS gegründet hat und dem wir den 1. Gotthardtunnel zu verdanken haben. Er wurde nichtmal zur Einweihung desselben eingeladen!!!! Das ist eine Schande und Sauerei zugleich!!!

    Wer behauptet, dass es nur bei den NationalSOZIALISTEN einen Führerkult gegeben hat, der irrt. Lenin, Stalin, Mao Zedong, Polpot, Fidel Castro, Kim Jong Il, Saddam Hussein von der sozialistischen Baath-Partei usw. sind das etwa keine Führer gewesen? Ich meine ja. Und ganz wichtig, sie waren keine Nazis!!! Also pass mit unpassenden Vergleichen einfach auf.

  • sugi schrieb:
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    also ist es in ordnung, einen politiker mit einem massenmörder gleichzusetzen? hallo??

  • Felix schrieb:
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    Der Vergleich mit dem Duce ist nicht daneben. Es Herr Blocher ist mit Sicherheit kein Diktator der Leute umbringt, aber ein Volk, dass einen Führerkult entwickelt, ist dazu verdammt früher oder später auch einen solchen zu bekommen. Was wir in der Schweiz mehr brauchen sind Vorbilder. Der Erfolg dieses Landes kommt vom Zusammespiel mit anderen Ländern (nehmen und geben), vergleichbar niedrigen Steuern, frei und direkte Demokratische Wahlen und Abstimmungen und der Tatsache, dass die soziale Gerechtikeit bei uns noch hochgeschrieben wird. Die SVP steht leider in erster Linie nur für tiefere Steuern und das reicht für einen erfolgreichen Staat leider nicht. Das man den Sozialmissbrauch stoppen soll und muss, versteht sich von selber (nur; wer sorgt dafür, dass wir gar nicht erst Sozial Fälle haben? Die SVP? Nochmals: DIESES LAND BRAUCHT KEINEN FÜHRER! es braucht denkende Menschen.

  • Hans schrieb:
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    Ob wohl Couchepin beweisen wollte, wie stillos und degeneriert man sein muss, um Bundesrat zu bleiben? Oder war er schlicht besoffen?

  • Anne schrieb:
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    Es ist wirklich total unsinnig von couchepin, mörgeli mit mengele zu verfreudschen. man frägt sich tatsächlich, ob couchepin im geschichtsunterricht einen fensterplatz hatte. mengele war erst möglich, nachdem die demagogen das geiste terrain vorbereitet hatten, die abstumpfung des volkes den höchst oder eben tiefststand erreicht hatte. freunde in weimar erklärten mir und sich immer wieder, wie erbärmlich man sich fühlt, wenn man bemerkt, welchem spuk man erlegen ist. ergo: hätte couchepin mörgeli als göbbeli verfreudscht könnte man sich damit einverstanden erklären. (der medienaftritt in buchenwald bestätigt dies eindrücklich. mörgeli hat seine reise angetreten, nachdem ihm bekannt war, was cochepin verbrochen hat. er hat sich ganz schön, wenn auch natürlich geschmacklos in buchenwald inszeniert.) also: wenn schon dann göbbeli.

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Hallo Anne, ich finde jeden Vergleich zwischen einem SVP-Politiker mit einem Nazi unpassend.

    Mörgeli deckt auf, weist auf Missstände hin und kritisiert. So hat Mörgeli in der Weltwoche vermehrt auf Couchepins Inkompetenz und Unfähigkeit hingewiesen. Dieser rächt sich nun mit einem völlig deplazierten Vergleich und beweist somit das Mörgeli recht hat!

    Es ist nicht das 1. Mal, dass Couchepin derartige Bemerkungen macht und man lässt es ihm jedesmal durchgehen. Man stelle sich die Reaktion der Medien vor, wenn Christoph Blocher einen Sozi mit Stalin vergleichen würde! Man würde sofort wieder über Stilfragen diskutieren.

  • Pierre Irgen schrieb:
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    Salut, faire une comparaison entre Blocher et le Duce, c’est faire une offense à ce dernier!

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Felix, ob du es wahrhaben willst oder nicht, Führer haben immer eine avangardistische Vorbildfunktion. Oder wie willst du Leute führen, wenn du hinter ihnen gehst? Führen ist nicht prinzipiell schlecht. Oder würdest du ohne (Berg-)Führer auf den Mount-Everest kraxeln???

    Wie ich bereits gesagt habe, es ist völlig deplaziert einen demokratischen Politiker, der viel gutes für unser Land getan hat mit einem skrupellosen Diktator, der über Leichen gegangen ist und Millionen von Toten auf dem Gewissen hat, zu vergleichen. Wer dies dennoch tut, verharmlost die Taten des skrupellosen Diktators und schadet somit der Menscheit. Denn indem man beginnt die Greueltaten der Vergangenheit mit deplazierten Vergleichen zu verharmlosen, öffnet man radikalen Kräften Tür und Tor! Umso schlimmer ist es, wenn höchste Amtsträger wiederholt solche Vergleiche machen, denn diese Leute sollten es besser wissen!

  • arturo angelini schrieb:
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    Der Bundespräsident hat mit seiner Aeusserung bezüglich Mengele/Mörgeli in übelster Art seinen Geltungstrieb vorführen wollen. Indem er sich offenbar als witzig geben wollte, nahm er das Scheusal Mengele als Aufhänger, um seinen Hass gegenüber dem politischen Gegner Mörgeli etwas abreagieren zu können. Ein Mitglied der Kommission schilderte am Schweizer Radio die Stimmung im Raum nach dem Ausspruch des Bundespräsidenten: “wir waren alle wie versteinert!” – Ein schlechtes Gefühl bekommt man als Bürger, wenn ein Bundespräsident den Namen eines solch ungeheuerlichen Kriegsverbrechers auf diese leichtfertige Weise zu einer witzelnden Bemerkung verwendet und dies an einer nationalrätlichen Kommissionssitzung. Beschämend!

  • Anne schrieb:
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    und ein abgrundtiefes grauen überkommt einen, wenn man bedenkt, dass herr mörgeli, diesen ausspruch, mit inaspruchnahme und dem missbrauch der opfer von buchenwald, politisch auszuschlachten gedachte. erbärmlich!

  • Kurt schrieb:
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    Bitte seid nett zu unserem lieben “Animal Politique” Pascal Couchepin. Rücktritt? Aber nein, nein, so einen Abgang hat unser Sonnenkönig – nach all den Jahren intensivster Bemühungen um die Krankenversicherung – nicht verdient. Er hat sein Bestes gegeben.
    Auch ist es schliesslich sein krönendes Präsidialjahr. Die Jetreisen sind schon lange alle gebucht. Allerwichtigste Termine in sieben Kontinenten stehen an, Sonne, Meer, südliche Gefilde – Paraden und Bankette mit Leckerbissen und exklusiven Tröpfchen müssen abgearbeitet werden.
    Schweisstreibende Wanderungen auf unendlichen roten Teppichen. Wer kennt die Hymnen? Bedeutende Filmfestivals, Kunstausstellungen und Sportereignisse stehen zum Besuch an. Unverzichtbar die Olympiade in China.
    Glaubt mir, Riesen-Schwerst-Arbeit! Die Herrscher der Welt zählen auf unseren Bilderberger-Bundespräsidenten. Wer sonst könnte für diese staatsmännischen Repräsentationsaufgaben kurzfristig einspringen?

  • bd schrieb:
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    Mir wäre ein Goebbels-Vergleich auch lieber und genehmer gewesen. Nun halt! Hauptsache Spektakel! So bin wenigstens ich amüsiert.

  • Alexander Müller (Autor) schrieb:
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    Frage an jene, welche Vergleiche zwischen der SVP und der NSDAP lustig finden…könnt ihr mir Gemeinsamkeiten nennen?

    Ich meine wenn man schon vergleicht, dann sollte man nicht einfach nur blöd daherreden wie es der vom Parlament mit den meisten Stimmen gewählte Bundespräsident tut, dann sollte man handfeste Beweise liefern.

  • Nopsi79 schrieb:
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    Hallo an alle
    Herr Couchepin sollten per sofort abtreten.
    vor allem wen er das volk nicht als souverän anschaut und das es als diktator bezeichnet. das volk sollte die volle macht haben und nicht limitirt und unterdrückt werden.
    gutes beispiel ist ja der ringier verlag wo die journalisten einen maulkorb bekommen.(Bundesverfassung art.17 absatz 2 über die Medienfreiheit) das hate man ja auch bei Herr Blocher auch gemacht als er im Bundesrat war. wo ist da noch die meinungs freiheit wo in der Bundesverfassung ist(art.16 absatz 2 Meinungs- und Informationsfreiheit).
    auch der Schutz vor Willkür und Wahrung von Treu und Glauben( art.9)
    ist in verschiedenen kantonen nicht garantiert.
    Habe es selbst erlebt die sich gewisse Beamten auführen. sie meinen sie seien was besseres als das volk. ich rufe alle Leute auf und wehrt auch gegen diese willkür und werft diese Vögte raus wie vor 700 jahren.
    Grüsse an alle und einen schönen abend noch.

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